Die Suche ist schnell getippt und die Antwort unangenehm kurz: In Mainz liegt kein Restaurant an einem See, weil in Mainz kein See liegt. Die Stadt zählt als oberirdische Gewässer den Rhein und fünf Bäche auf, mehr nicht. Trotzdem ist die Suche nicht sinnlos – sie meint meistens etwas anderes: Wasser zum Hinsehen, eine Terrasse, die nicht an einer Straße klebt. Das gibt es hier reichlich, nur eben am Fluss, am Hafenbecken und an Badeseen jenseits der Stadtgrenze. Diese drei Dinge trennen wir im Folgenden sauber – und sagen bei jeder Adresse dazu, wie nah das Wasser wirklich ist.
Gibt es in Mainz überhaupt ein Restaurant direkt am See?
Nein. Und das liegt nicht an der Gastronomie, sondern an der Geografie. Die Landeshauptstadt Mainz listet ihre oberirdischen Gewässer selbst auf, und in dieser Liste steht kein einziger See. Genannt werden der Rhein, der die Stadt auf 15,5 Kilometern begrenzt und damit das mit Abstand größte Gewässer im Stadtgebiet ist, dazu fünf Bäche und Gräben: Aubach (rund 4,0 km), Gonsbach (rund 5,6 km), Wildgraben (rund 3,3 km), Marienborner Graben (rund 1,5 km) und Königsbornbach (rund 1,3 km). Dazu kommen die Feuchtgebiete Laubenheimer Ried und Mombacher Unterfeld.
Fließgewässer, jedes davon. Wer also ein Haus sucht, das mit Blick auf eine stille Wasserfläche steht, verlässt entweder die Stadtgrenze – oder er nimmt das, was in Mainz einem See am nächsten kommt: ein Hafenbecken.
Welche Gewässer kommen in Stadt und Umland infrage?
Drei Arten von Wasser tauchen in den Treffern zu dieser Suche auf, und sie sind nicht dasselbe:
- Echte Seen. Alle im Umland, alle Baggerseen aus Kies- und Sandabbau, alle mit Badebetrieb – und deshalb mit Strandbar oder Kiosk statt mit Restaurant. Altrheinsee bei Eich, Pfarrwiesensee bei Gimbsheim, Riedsee bei Leeheim, Badesee Vogel bei Trebur-Geinsheim.
- Hafenbecken. Stehendes Wasser mit Booten darauf, aber mit dem Fluss verbunden. In Mainz der Winterhafen und der Zollhafen, gegenüber der Schiersteiner Hafen. Optisch am nächsten an dem, was die Suche meint.
- Fluss. Rhein und Main. Hier liegen die meisten Häuser, die als „Restaurant am Wasser Mainz" auftauchen – mit Strömung, Schiffsverkehr und wechselndem Pegel.
Zwei der Adressen unten tragen „Mainz" im Namen, gehören aber seit 1945 zu Wiesbaden: Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim. Die offiziellen Ortsnamen sind geblieben, die Verwaltung ist es nicht. Wer dort einen Tisch reserviert, sitzt auf hessischer Seite – aber mit dem besten Blick auf die Mainzer Altstadt.
Übersicht: Name, Lage, Gewässer, Außenbereich
| Betrieb | Anschrift | Gewässer | Was den Ort ausmacht |
|---|---|---|---|
| Strandbar Altrheinsee | Gimbsheimer Straße, 67575 Eich | See (Badesee) | Direkt am Sandstrand, Getränke, Snacks und Eis für Badegäste |
| Kieswerk – Die Strandbar | Pfarrwiesensee, 67578 Gimbsheim | See (Badesee) | Strandbar an einem 28 Hektar großen See mit ausgewiesenem Badebereich |
| Badesee Vogel | Außerhalb 171, 65468 Trebur-Geinsheim | See (Badesee) | Kiosk mit Selbstbedienung und Imbiss, dazu Campingplatz |
| Campingplatz Riedsee | Am Riedsee 1, 64560 Riedstadt-Leeheim | See (Badesee) | Kiosk in unmittelbarer Nähe, dazu Beachclub und Cocktailbar am Platz |
| Altrhein-Schänke | Mainzer Straße 51, 65462 Ginsheim-Gustavsburg | Altrhein (Name) | Gasthaus im Ortskern; die Lage am Wasser steht nicht auf der eigenen Seite |
| Mole Biergarten & Sommerlounge | Victor-Hugo-Ufer 4s, 55116 Mainz | Hafenbecken | Biergarten zwischen Winterhafenbecken und Rhein |
| Arche Noah | Hafenstraße 2, 65201 Wiesbaden | Hafenbecken | Das einzige schwimmende Speiselokal im Schiersteiner Hafen |
| Yacht Café Wiesbaden | Unterm Hafen 1, 65201 Wiesbaden | Hafenbecken | Überdachte Terrasse zum Hafen, Frühstück und À-la-carte-Karte |
| Bootshaus Mainz | Victor-Hugo-Ufer 1, 55116 Mainz | Rhein | Panoramafenster zum Fluss, ganzjährig drinnen mit Blick aufs Wasser |
| Bastion von Schönborn | Rheinufer 12, 55252 Mainz-Kastel | Rhein | In einem Teil der Festung Reduit, Sommerterrasse mit Blick auf Mainz |
| Rhein-Main-Terrasse | Maaraue 21, 55246 Mainz-Kostheim | Main | Mediterran angelegte Terrasse für bis zu 100 Personen am Flussufer |
Alle Anschriften stammen von der jeweils eigenen Seite des Betriebs. Zeiten stehen hier absichtlich keine – dazu unten mehr.
Welche Häuser liegen am Wasser – und wie nah wirklich?
Mole Biergarten & Sommerlounge, Victor-Hugo-Ufer 4s
Das ist in Mainz die beste Annäherung an die Suche. Die Mole liegt auf der Landzunge zwischen dem Becken des Winterhafens und dem Rhein – links stilles Wasser mit Sportbooten, rechts der Strom. Der Betrieb beschreibt sich als „der perfekte Ort für eine Auszeit am Wasser" und wirbt mit „Rheinblick und Sommerfeeling pur". Ausgeschenkt werden Getränke und kleine Gerichte; ein Haus mit Weinkarte und Abendkarte ist es nicht, es ist ein Biergarten.
Bootshaus Mainz, Victor-Hugo-Ufer 1
Wenige Schritte weiter, dieselbe Uferstraße, anderes Format. Das Bootshaus nennt sich selbst „Bootshaus Mainz · am Rhein" und liegt direkt am Rheinufer nahe der südlichen Eisenbahnbrücke. Der Unterschied zur Mole ist die Wetterunabhängigkeit: Panoramafenster zum Fluss bedeuten, dass der Wasserblick auch im November funktioniert. Der Betrieb selbst formuliert es als „ein Haus, in dem man ankommt, ganz gleich ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto".
Bastion von Schönborn, Rheinufer 12, Mainz-Kastel
Die andere Rheinseite, und genau deshalb interessant: Wer in Mainz sitzt, sieht den Fluss; wer hier sitzt, sieht den Fluss und die Mainzer Altstadt mit dem Dom. Der Betrieb liegt in einem Teil der Festungsanlage Reduit am Kasteler Ufer und nennt mehrere Bereiche – ein Domzimmer mit Panoramafenstern zum Rhein, eine Zunftstube, eine Sommerterrasse und einen Wintergarten. Der Weg dorthin führt über die Theodor-Heuss-Brücke, zu Fuß gut zu schaffen.
Rhein-Main-Terrasse, Maaraue 21, Mainz-Kostheim
Auf der Maaraue, der Halbinsel an der Mündung des Mains in den Rhein. Der Blick geht hier auf den Main, nicht auf den Rhein – ein Unterschied, den man merkt: schmaler, ruhiger, weniger Frachtverkehr. Der Betrieb schreibt von einer „schöne[n] mediterran angelegte[n] Terrasse mit herrlichem Blick auf den Main für bis zu 100 Personen" und beschreibt sich als „direkt am Fluss" gelegen.
Arche Noah, Hafenstraße 2, Wiesbaden-Schierstein
Der ungewöhnlichste Eintrag der Liste, denn er liegt nicht am Wasser, sondern auf dem Wasser. Der Betrieb nennt sich „das einzige schwimmende Speiselokal im Hafen von Wiesbaden Schierstein" und beschreibt die Umgebung so: „Sie finden unser Restaurant im Schiersteiner Hafen, wo Fischerboote, Segel- und Motoryachten zum anfassen, dicht an dicht liegen." Dazu eine Terrasse „mit einmaligen Blick auf den Hafen". Wer eine stille Wasserfläche sucht und kein Problem damit hat, dass sie ein Hafen ist, ist hier am nächsten dran.
Yacht Café Wiesbaden, Unterm Hafen 1
Gleiches Becken, anderes Ufer. Das Yacht Café liegt direkt am Schiersteiner Hafen und hat eine überdachte Terrasse zum Wasser – der praktische Unterschied zu einer offenen Terrasse, wenn es tröpfelt. Angeboten werden Frühstück und eine À-la-carte-Karte mit saisonalen, regionalen Produkten.
Strandbar Altrheinsee, Gimbsheimer Straße, Eich
Der erste echte See der Liste. Der Altrheinsee zwischen Eich und Gimbsheim, im Landkreis Alzey-Worms, ist ein dreigeteilter Baggersee – entstanden durch Kies- und Sandförderung, die inzwischen eingestellt ist. Sandstrand und Liegewiese zusammen umfassen nach Angaben der Rheinhessen-Touristik rund 14.000 Quadratmeter. Die Strandbar beschreibt ihre Lage selbst knapp und zutreffend: Sie „liegt, wie der Name vermuten lässt unmittelbar am Altrheinsee, einem Badesee zwischen Eich und Gimbsheim". Erwarte hier eine Strandbar, kein Restaurant: Getränke, Snacks, Eis.
Kieswerk – Die Strandbar, Pfarrwiesensee, Gimbsheim
Der Nachbarsee, gut zwei Kilometer weiter. Der Pfarrwiesensee ist mit rund 28 Hektar Wasserfläche das größere der beiden Gewässer, etwa 4 Hektar davon sind als Badebereich ausgewiesen. Die Strandbar trägt den Namen „Kieswerk", betrieben von Anna und Patrick Lohmann gemeinsam mit Tobias Krummeck, und nennt als Lage schlicht „Pfarrwiesensee Gimbsheim". Eine Hausnummer hat sie nicht – der Strand ist über einen asphaltierten Feldweg beim Freibad zu erreichen.
Badesee Vogel, Außerhalb 171, Trebur-Geinsheim
Auf der hessischen Seite, im Kreis Groß-Gerau. Der Betrieb ist ein Familienbetrieb mit Badesee, Campingplatz und eigener Gastronomie. Was es gibt, sagt er selbst: „Für unsere Tagesgäste bietet unser Kiosk mit Selbstbedienung Getränke und Speisen für den großen und kleinen Hunger an" – dazu „bei schönem Wetter hält unser Imbiss leckere Currywurst mit Pommes für Euch bereit". Private Feiern und Firmenevents richtet der Betrieb nach eigenen Angaben ebenfalls aus.
Campingplatz Riedsee, Am Riedsee 1, Riedstadt-Leeheim
Der Riedsee bei Leeheim liegt an der Landstraße zwischen Leeheim und Geinsheim. Der Campingplatz nennt als Verpflegung: „Direkt in der Nähe ist ein Kiosk mit Eis, Getränken und allerlei Essen wie Flammkuchen, Bratwurst & Pommes." Genannt werden außerdem Beachclub, Imbiss, Kaffeebar und Cocktailbar. Auch das ist Badesee-Gastronomie – aber es ist die breiteste Auswahl an einem See in dieser Liste.
Altrhein-Schänke, Mainzer Straße 51, Ginsheim-Gustavsburg
Steht hier mit einer Einschränkung. Der Name verweist auf den Ginsheimer Altrhein, ein stehendes Gewässer – die eigene Seite des Betriebs sagt dazu aber nichts. Sie verortet sich nur allgemein „im Herzen des Rhein – Main – Gebiet im schönen Ginsheim am Rhein". Ob man von dort aufs Wasser schaut, ist bei uns nicht belegt. Die Anschrift stimmt, der Wasserblick ist eine Vermutung – und Vermutungen stehen in diesem Artikel nicht als Tatsache.
Was unterscheidet Rheinufer von Seelage beim Essen im Freien?
Mehr, als es klingt. Ein See steht still, ein Strom nicht – und das ändert den Abend:
- Bewegung im Bild. Am Rhein ist ständig etwas los: Frachter, Ausflugsschiffe, Wellen vom Schiffsverkehr, die noch eine Minute später ans Ufer schlagen. Manche suchen genau das, andere suchen das Gegenteil.
- Wind. Ein Flusstal ist eine Windschneise. Eine Terrasse am Rhein ist an einem Septemberabend spürbar kühler als eine windgeschützte Strandbar an einem Baggersee.
- Der Pegel. Uferterrassen am Rhein liegen tiefer als der Deich, und bei Hochwasser sind sie das erste, was geräumt wird. Das ist kein theoretisches Risiko, sondern ein wiederkehrender Zustand in Mainz.
- Das Publikum. An den Badeseen im Umland ist das Publikum am Nachmittag in Badesachen. Wer dort einen Abend mit Weinkarte sucht, sucht am falschen Gewässer – die Gastronomie ist dort auf Badegäste ausgelegt.
- Das Hafenbecken als Mittelweg. Winterhafen, Zollhafen und Schiersteiner Hafen bieten stilles Wasser mit Booten, ohne dass man die Stadt verlassen muss. Wer „See" sucht und eigentlich „ruhige Wasserfläche" meint, sollte hier zuerst schauen.
Welche Adressen im Umland lohnen die kurze Fahrt?
Ehrliche Antwort: Für ein Essen am See lohnt die Fahrt eher nicht. Alle vier belegten Seen im Umland haben Strandbar- oder Kiosk-Gastronomie – Getränke, Eis, Currywurst, Flammkuchen. Das ist genau richtig, wenn der See der Anlass ist und das Essen die Beilage. Es ist nicht richtig, wenn das Essen der Anlass ist.
Wer beides will, hat zwei brauchbare Wege: den Badetag am Altrheinsee oder am Pfarrwiesensee mit Strandbar zwischendurch – und den Abend dann am Rheinufer in Mainz. Oder gleich den Schiersteiner Hafen, wo stilles Wasser und eine richtige Karte zusammenkommen.
Was hier fehlt
- Hafen Eden am Mainzer Zollhafen. Der Betrieb wirbt auf seiner Seite mit „Dolce Vita am Mainzer Zollhafen" und „Best Sunset in Mainz!", nennt dort aber keine Anschrift. Verzeichnisse nennen eine – die reicht uns nicht als Beleg, deshalb steht der Betrieb nicht in der Tabelle. Am Zollhafenbecken liegt er trotzdem.
- Zum Eicher See. Ein Restaurant dieses Namens taucht in mehreren Verzeichnissen auf; eine Trefferzeile meldet es als dauerhaft geschlossen, eine eigene Seite war nicht erreichbar. Nicht aufgenommen.
- Die kleine Kneipe am Eicher See. In Verzeichnissen mit Anschrift an der Rheinpromenade geführt, die dort genannte Domain löst nicht auf. Ohne Betreiberseite keine Adresse.
- Mainzblick. In der Suche als Haus mit Rheinblick geführt; die Domain löst nicht auf.
- Weitere Häuser am Mainzer Rheinufer. Die Stadt Mainz führt zwischen den beiden Eisenbahnbrücken eine ganze Reihe auf – Schlossbiergarten, Mainzstrand, Hyatt-Biergarten, Caponniere, Goldmarie und andere. Sie stehen hier nicht einzeln, weil dieser Artikel die Frage nach dem See beantwortet, nicht die nach dem Rheinufer.
- Öffnungszeiten und Telefonnummern. Standen auf fast allen abgerufenen Seiten und sind bewusst nirgends übernommen. Beides veraltet schneller, als ein Artikel altert – der aktuelle Stand steht auf der Seite des Betriebs, und die ist unten verlinkt.
Wie dieser Artikel geprüft wurde
Ausgangspunkt war die Gewässerliste der Stadt Mainz – sie beantwortet die Kernfrage des Artikels ohne Umweg. Danach sind drei Wege abgegangen worden: die Liste „Kehr ein am Rhein" der Landeshauptstadt, die Badeseen-Übersichten für die Region und die Seiten der Rheinhessen-Touristik zu Altrheinsee und Pfarrwiesensee.
Aus diesen Verzeichnissen kamen die Namen. Jede Anschrift wurde anschließend auf der eigenen Seite des Betriebs geprüft – elf Betriebe sind so bestätigt worden, vier weitere sind an genau dieser Hürde gescheitert und stehen oben unter „Was hier fehlt". Ein Betrieb – die Altrhein-Schänke – ist mit Anschrift aufgenommen, aber ohne die Behauptung eines Wasserblicks, weil seine Seite dazu schweigt.
Verzeichnisse und Tourismusportale stehen unter den Quellen, aber nie als Beleg für eine Anschrift. Sie sagen, dass es einen Betrieb gibt – wo er steht, sagt er selbst.
Drumherum
- Restaurant mit Buffet Mainz – dieselbe Stadt, andere Frage: wo in Mainz am Buffet gegessen wird.
- Restaurant am Wasser Köln – dieselbe Ausgangslage am selben Fluss, 160 Kilometer stromabwärts.
- Restaurant am See Langendorf – derselbe Suchbegriff, 301 Kilometer entfernt. Das ist kein Ausflug von Mainz aus, sondern eine Tagesreise – aber die Ausgangslage ist dieselbe: ein Ort ohne See.
- Restaurant am Wasser Bremen – wie es aussieht, wenn eine Stadt ihren Fluss und ihren Hafen zugleich bespielt.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Antworten, kurz und ohne Umwege.
Gibt es in Mainz ein Restaurant direkt am See?
Nein. Die Stadt Mainz führt für ihr Stadtgebiet ausschließlich Fließgewässer auf: den Rhein, der die Stadt auf 15,5 Kilometern begrenzt, sowie Aubach, Gonsbach, Wildgraben, Marienborner Graben und Königsbornbach. Ein See ist nicht darunter, und damit auch keine Gastronomie an einem. Wer in Mainz stehendes Wasser sucht, findet es am Winterhafen und am Zollhafen – das sind Hafenbecken, keine Seen.
Welcher See mit Gastronomie liegt Mainz am nächsten?
Vier Badeseen im Umland haben belegte Gastronomie: der Altrheinsee zwischen Eich und Gimbsheim mit der Strandbar Altrheinsee, der Pfarrwiesensee in Gimbsheim mit der Strandbar Kieswerk, der Badesee Vogel in Trebur-Geinsheim mit Kiosk und Imbiss sowie der Riedsee bei Riedstadt-Leeheim mit Kiosk, Beachclub und Cocktailbar. Alle vier sind Baggerseen aus dem Kies- und Sandabbau, und alle vier haben Badesee-Gastronomie – kein Haus mit Abendkarte.
Wo sitzt man in Mainz am ruhigsten am Wasser?
Am Winterhafen. Die Mole Biergarten & Sommerlounge, Victor-Hugo-Ufer 4s, liegt auf der Landzunge zwischen Hafenbecken und Rhein – auf der einen Seite stilles Wasser mit Sportbooten, auf der anderen der Strom. Der Betrieb nennt sich selbst „der perfekte Ort für eine Auszeit am Wasser". Es ist ein Biergarten mit Getränken und kleinen Gerichten, kein Restaurant mit Abendkarte.
Gehören Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim zu Mainz?
Nein. Die drei Orte Amöneburg, Kastel und Kostheim wurden 1908 beziehungsweise 1913 nach Mainz eingemeindet, nach dem Zweiten Weltkrieg aber 1945 Wiesbaden zugeordnet – der Rhein war Grenze zwischen französischer und amerikanischer Besatzungszone. Die offiziellen Ortsnamen Mainz-Amöneburg, Mainz-Kastel und Mainz-Kostheim sind geblieben. Für den Tisch am Wasser ändert das nichts außer der Blickrichtung: Von der Bastion von Schönborn am Kasteler Rheinufer schaut man auf die Mainzer Altstadt.
Gibt es ein schwimmendes Restaurant in der Nähe von Mainz?
Ja, im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden. Die Arche Noah, Hafenstraße 2, bezeichnet sich als „das einzige schwimmende Speiselokal im Hafen von Wiesbaden Schierstein" und beschreibt die Lage so: „Sie finden unser Restaurant im Schiersteiner Hafen, wo Fischerboote, Segel- und Motoryachten zum anfassen, dicht an dicht liegen." Am selben Becken liegt das Yacht Café, Unterm Hafen 1, mit überdachter Terrasse zum Hafen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Terrasse am Rhein und einer am See?
Bewegung, Wind und Publikum. Am Rhein ziehen Frachter und Ausflugsschiffe vorbei, und deren Wellen erreichen das Ufer noch eine Minute später; das Flusstal ist außerdem eine Windschneise, ein Septemberabend am Ufer ist spürbar kühler als an einem windgeschützten Baggersee. Uferterrassen am Rhein liegen zudem tief und werden bei Hochwasser geräumt. An den Badeseen im Umland wiederum ist das Publikum am Nachmittag in Badesachen und die Gastronomie darauf ausgelegt.
Warum stehen in diesem Artikel keine Öffnungszeiten?
Weil Zeiten sich ändern und ein Artikel Jahre steht. Eine Angabe, die heute stimmt, ist in einem Jahr womöglich eine falsche Auskunft – und gerade bei Strandbars und Biergärten hängt der Betrieb zusätzlich am Wetter. Wir nennen deshalb Name und Anschrift; der aktuelle Stand steht auf der Seite des Betriebs, und die ist unter den Quellen verlinkt. Dasselbe gilt für Telefonnummern.
Quellen
Alle überprüfbaren Angaben stammen aus diesen Quellen. Abrufdatum jeweils angegeben.
- AKK-Konflikt – Wikipedia , abgerufen am 23.09.2026
- Altrhein-Schänke, Ginsheim-Gustavsburg – Altrhein-Schänke , abgerufen am 23.09.2026
- Altrheinsee Eich – Rheinhessen-Touristik GmbH , abgerufen am 23.09.2026
- Arche Noah – schwimmendes Restaurant im Schiersteiner Hafen – Restaurant Arche Noah , abgerufen am 23.09.2026
- Bastion von Schönborn – Restaurant am Kasteler Rheinufer – Bastion von Schönborn , abgerufen am 23.09.2026
- Bootshaus Mainz – Restaurant am Rhein – Bootshaus Mainz , abgerufen am 23.09.2026
- Campingplatz Riedsee, Riedstadt-Leeheim – Campingplatz Riedsee , abgerufen am 23.09.2026
- Gastronomie – Badesee Vogel – Badesee Vogel, Trebur-Geinsheim , abgerufen am 23.09.2026
- Hafen Eden – Dolce Vita am Mainzer Zollhafen – Hafen Eden, Mainz , abgerufen am 23.09.2026
- Impressum – Yacht Café Wiesbaden – Yacht Cafe Wiesbaden, Volkan Kaya , abgerufen am 23.09.2026
- In diesen Badeseen rund um Mainz könnt ihr schwimmen – merkurist Mainz , abgerufen am 23.09.2026
- Kehr ein am Rhein – Gastronomie am Mainzer Rheinufer – Landeshauptstadt Mainz , abgerufen am 23.09.2026
- Kieswerk – Die Strandbar am Pfarrwiesensee – Kieswerk Strandbar, Gimbsheim , abgerufen am 23.09.2026
- Mole – Biergarten & Summerlounge am Winterhafen – Mole Biergarten & Sommerlounge , abgerufen am 23.09.2026
- Pfarrwiesensee Gimbsheim – Rheinhessen-Touristik GmbH , abgerufen am 23.09.2026
- Rhein-Main-Terrasse – Café und Restaurant auf der Maaraue – Rhein-Main-Terrasse, Mainz-Kostheim , abgerufen am 23.09.2026
- Strandbar Altrheinsee – Strandbar Altrheinsee, Eich , abgerufen am 23.09.2026
- Wasser – Oberirdische Gewässer im Stadtgebiet Mainz – Landeshauptstadt Mainz , abgerufen am 23.09.2026

