Symbolbild: Ein separater Nebenraum eines Restaurants mit langer Holztafel, eingedeckten weissen Tellern und Stoffservietten, gepolsterten Stühlen und einer halb geöffneten Tür zum Gastraum, darüber warme Hängeleuchten.

Feiern ohne Festsaal

Restaurant mit Nebenraum Berlin

Zehn bis fünfzig Gäste sind die unbequemste Größe: zu viele für einen Tisch, zu wenige für einen Saal. Wir haben zusammengetragen, welche Berliner Häuser einen Raum haben, der sich zumachen lässt – und jede Adresse dort geprüft, wo sie herkommen muss: beim Betrieb selbst.

Der Unterschied zwischen einem gelungenen und einem anstrengenden Abend ist oft eine Tür. Wer mit zwanzig Leuten mitten im Gastraum sitzt, redet gegen die Nebentische an, und die Rede zum Sechzigsten hält niemand gern mit dem Rücken zur Bar. Ein Nebenraum löst das – und in Berlin ist er schwerer zu finden, als es bei 4,5 Millionen Einwohnern wirkt, weil die großen Vermittlungsportale vor allem ganze Locations anbieten und selten ein Restaurant mit einem Zimmer daneben. Wir sind die Stadt durchgegangen: zwölf Adressen mit abtrennbarem Raum, dazu die Fragen, die vor der Zusage geklärt sein sollten.

Was ist ein Nebenraum – und wann reicht er aus?

Die Begriffe werden durcheinandergeworfen, und genau daran scheitern Anfragen.

  • Separee meint eigentlich eine Nische im Gastraum: eine abgesetzte Ecke, eine Empore, ein Tisch hinter einem Vorhang. Man sitzt für sich, aber nicht allein – der Lärm des Hauses ist da. Gut für acht Leute, die in Ruhe essen wollen. Schlecht für eine Rede.
  • Nebenraum ist ein eigener Raum mit eigener Tür. Er gehört zum Restaurant, wird aber für die Dauer der Feier nur euch gegeben. Musik in Zimmerlautstärke geht, eine Ansprache geht, und niemand isst nebenan sein Schnitzel dazwischen. Das ist die Größenordnung, um die es hier geht: ungefähr zwölf bis fünfzig Personen.
  • Saal ist ein eigener Betriebsteil, meist mit eigenem Eingang, Bühne, Tanzfläche, Technik. Ab siebzig, achtzig Leuten führt kein Weg daran vorbei – und ab da wird die Feier zur Veranstaltung, mit allem, was daran hängt.

In der Praxis halten sich die Häuser selbst nicht an diese Einteilung. Das Jolesch in Kreuzberg nennt seine Weinstube ein Separée und stellt sie trotzdem exklusiv für bis zu 18 Personen zur Verfügung – das ist der Sache nach ein Nebenraum. Umgekehrt heißt beim Weihenstephaner ein Bereich schlicht Stammtisch und fasst acht Gäste. Verlass dich deshalb nicht auf das Wort in der Anfrage, sondern frag nach der Tür: Ist der Raum geschlossen, und sitzt darin sonst niemand?

Wer eine Feier für zwanzig Personen plant und nach „Saal" fragt, bekommt oft ein Angebot für hundert und einen Preis dazu. Wer nach „Nebenraum" oder „geschlossener Gesellschaft" fragt, landet eher dort, wo er hinwollte.

Welche Berliner Restaurants weisen einen Nebenraum aus?

Alles in dieser Tabelle steht so auf der eigenen Seite des Betriebs. Was dort nicht steht, steht hier auch nicht – deshalb fehlen bei drei Häusern die Personenzahlen.

WoWas es für geschlossene Runden gibtWas das Haus ausmacht
Restaurant Austria
Bergmannstraße 30, Kreuzberg
separater, getäfelter Nebenraum mit max. 30 Plätzen; das ganze Lokal ist ebenfalls mietbar die einzige Adresse der Liste, die das Wort „Nebenraum" selbst benutzt – österreichische Küche, zwei Gaststub'n mit zusammen 70 Sitzplätzen
Weihenstephaner Berlin
Neue Promenade 5, Mitte
Schliersee Stüber'l bis 25, Josef bis 25, Brunnenzimmer bis 20, Stammtisch bis 8, Nischer'l bis 7; dazu Braustüberl bis 100 und Gewölbekeller bis 180 die feinste Abstufung der Stadt: sieben benannte Bereiche, sechs davon unter Saalgröße. Am Hackeschen Markt
Wirtshaus Max und Moritz
Oranienstraße 162, Kreuzberg
Bibliothek mit maximal 20 Plätzen; Bel Etage max. 66, Wilhelm-Busch-Saal max. 112 denkmalgeschütztes Haus mit Jugendstiloberlichtern, Glasmalereien und Stuck – drei Etagen, drei Größenordnungen
Alter Krug Berlin
Königin-Luise-Straße 52, Dahlem
Krug Stub'n 30, Berliner Zimmer 40, Wintergarten 20, Pavillon 15; dazu Restaurant 80, Festsaal 130, Biergarten 300 das Haus mit den meisten veröffentlichten Zahlen – sieben Bereiche, jeder mit Obergrenze. Am U-Bahnhof Dahlem-Dorf
Zur Gerichtslaube
Poststraße 28, Nikolaiviertel
Berliner Salon: separater, klimatisierter Raum im Obergeschoss, 36 Personen an Einzeltischen oder 24 an einer Tafel; Ratsherrenstube 60 nennt als einziges Haus die Kapazität nach Tischform getrennt – wichtig, wenn eine Tafel gewünscht ist
Jolesch
Muskauer Straße 1, Kreuzberg
Weinstube, exklusiv für bis zu 18 Personen; dazu ein Tresorraum und ein Weinkeller für Verkostungen österreichische Küche seit über dreißig Jahren, mit eigener Vinothek – der Weinkeller ist ein Programmpunkt, kein bloßer Raum
JUNGBLUTH
Lepsiusstraße 63, Steglitz
Nebenraum „Alte Küche" für bis zu 12 Personen; das ganze Restaurant bis 50 der kleinste belegte Nebenraum der Liste – und einer der wenigen Betriebe mit 3D-Rundgang durch beide Bereiche
Crackers
Friedrichstraße 158, Mitte
Private Dining Room für 12 bis 22 Personen, mit separatem Eingang, eigenem Personal, eigenem Bad und freier Musikwahl der einzige Raum mit eigenem Eingang und eigenem Bad – man betritt das Restaurant nicht
Brauhaus in Spandau
Neuendorfer Straße 1, Spandau
„altes Kesselhaus", 120 m², bis zu 100 Personen, mit Leinwand, Beamer, WLAN und eigenem Biergarten die einzige Adresse westlich der Havel und die einzige, die Technik ausdrücklich zum Raum dazuschreibt
Zollpackhof
Elisabeth-Abegg-Straße 1, Mitte
„Gruppen von 10 bis max. 2000 Personen. Es stehen verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung." – Untergrenze 10, einzelne Räume werden nicht benannt die niedrigste veröffentlichte Untergrenze der Stadt, an der Spree gegenüber dem Kanzleramt
Zur letzten Instanz
Waisenstraße 14–16, Mitte
„zwei Gaststuben, im Separee oder im Biergarten" – ein Separee, keine Personenzahl veröffentlicht ältestes Restaurant Berlins, direkt an der erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer
Köpenicker Seeterrassen
Müggelheimer Straße 1A / Kietz 29, Köpenick
„Feierlichkeiten in separater Räumlichkeit mit umfangreichem Buffet- und Menüangebot" – keine Raumnamen, keine Zahlen die einzige Adresse im Südosten, direkt an der Dahme

Für wie viele Gäste sind die Räume ausgelegt?

Das ist die Frage, mit der die Suche eigentlich anfängt, und sie lässt sich für Berlin präziser beantworten als für die meisten Städte – weil vier Häuser ihre Zahlen selbst veröffentlichen. Sortiert nach Größe sieht das so aus:

  • bis 8 Personen: Nischer'l (7) und Stammtisch (8) im Weihenstephaner. Das ist ein Tisch mit Rückendeckung, kein Raum.
  • 12 bis 22 Personen: die dichteste Klasse. JUNGBLUTH „Alte Küche" (12), Crackers Private Dining Room (12–22), Jolesch Weinstube (18), Max und Moritz Bibliothek (20), Weihenstephaner Brunnenzimmer (20), Alter Krug Wintergarten (20). Wer einen Vierzigsten mit fünfzehn Leuten plant, hat hier sechs Adressen zur Auswahl.
  • 24 bis 40 Personen: Weihenstephaner Schliersee Stüber'l und Josef (je 25), Austria Nebenraum (30), Alter Krug Krug Stub'n (30), Gerichtslaube Berliner Salon (24 an der Tafel, 36 an Einzeltischen), Alter Krug Berliner Zimmer (40).
  • 60 bis 130 Personen: hier hört der Nebenraum auf. Gerichtslaube Ratsherrenstube (60), Max und Moritz Bel Etage (66), Weihenstephaner Braustüberl (100), Brauhaus in Spandau Kesselhaus (100), Max und Moritz Wilhelm-Busch-Saal (112), Alter Krug Festsaal (130).
  • bis 180 Personen: der Gewölbekeller im Weihenstephaner. Das ist eine Veranstaltung, keine Feier.

Die Lücke liegt unter zwölf. Für eine Runde von acht bis zehn Leuten, die trotzdem einen eigenen Raum will, gibt es in Berlin belegt fast nichts – der Zollpackhof nennt zehn als Untergrenze, sonst beginnt die Skala bei zwölf. Für kleinere Gruppen ist ein reservierter Tisch in einem ruhigen Haus meist die ehrlichere Lösung als ein Raum, für den ein Mindestumsatz fällig wird.

Wie unterscheiden sich Nebenraum, Separee und eigener Festsaal?

Drei Häuser der Liste führen alle drei Stufen im selben Betrieb, und daran lässt sich der Unterschied besser zeigen als an einer Definition.

Wirtshaus Max und Moritz · Oranienstraße 162

Im Erdgeschoss der Wilhelm-Busch-Saal mit maximal 112 Sitzplätzen unter Jugendstiloberlichtern – das Haus nennt ihn ausdrücklich „Platz für Feierlichkeiten aller Art". Eine Etage höher die Bel Etage mit maximal 66 Personen, laut Betrieb „für Feiern, Konferenzen, Vorträge oder Lesungen gleichermaßen geeignet". Und daneben die Bibliothek mit maximal 20 Plätzen, die das Haus als „private Atmosphäre für kleine Gruppen" beschreibt.

Drei Räume, drei Anlässe. Wer mit achtzehn Leuten in den Saal gerät, feiert in einer Halle; wer mit achtzig in die Bibliothek will, passt nicht hinein. Nenn bei der Anfrage den Raum beim Namen, nicht nur die Personenzahl.

Weihenstephaner Berlin · Neue Promenade 5

Der Betrieb der Alpine Gastronomie NLS GmbH am Hackeschen Markt staffelt am feinsten: vom Nischer'l für bis zu 7 über den Stammtisch für bis zu 8, das Brunnenzimmer für bis zu 20 und gleich zwei Bereiche für bis zu 25 Personen – Schliersee Stüber'l und Josef, letzterer nach dem Sohn des Wirts benannt – bis zum Braustüberl mit bis zu 100 Personen in einem Raum und dem Gewölbekeller für bis zu 180.

Für eine Feier zwischen 15 und 25 Gästen ist das die verlässlichste Adresse der Stadt, einfach weil man vorher weiß, was man bekommt. Das Haus stellt außerdem eine eigene kleine Karte für Gruppen und Buffetvorschläge bereit – wer vorab ein Menü festlegen muss, spart sich damit eine Runde Rückfragen.

Alter Krug Berlin · Königin-Luise-Straße 52

Das Haus in Dahlem veröffentlicht für jeden Bereich eine Obergrenze: Pavillon 15, Wintergarten 20, Krug Stub'n 30, Berliner Zimmer 40, Restaurant 80, Festsaal 130, Biergarten 300. Vier davon liegen im Nebenraumbereich, und der Sprung vom Berliner Zimmer (40) zum Festsaal (130) zeigt die Schwelle sehr deutlich: Dazwischen gibt es nichts, weil es dazwischen nichts gibt.

Die Lage ist für eine Berliner Adresse ungewöhnlich entspannt – U-Bahnhof Dahlem-Dorf vor der Tür, Parkplätze laut Betrieb reichlich. Für eine Familienfeier mit Gästen aus dem Südwesten und aus Brandenburg ist das oft die bessere Rechnung als Mitte.

Welche Bezirke haben das größere Angebot?

Von den zwölf Häusern liegen fünf in Mitte (Weihenstephaner, Gerichtslaube, Zur letzten Instanz, Crackers, Zollpackhof) und drei in Kreuzberg (Austria, Max und Moritz, Jolesch). Dazu kommen zwei in Steglitz-Zehlendorf (JUNGBLUTH, Alter Krug), eines in Spandau und eines in Köpenick.

Das sagt weniger über die Stadt als über das Internet. Aus dem gesamten Nordosten – Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf – und aus Neukölln ist bei dieser Recherche kein einziger Betrieb übrig geblieben, der einen abtrennbaren Raum auf seiner eigenen Seite ausweist. Dass es dort keine Gaststätte mit Nebenzimmer gibt, ist unwahrscheinlich; dass sie es nicht online schreibt, ist die naheliegendere Erklärung. Wer in seinem Kiez sucht, fragt deshalb besser direkt beim Haus um die Ecke nach, statt sich auf Verzeichnisse zu verlassen.

Praktisch heißt das: In Mitte und Kreuzberg findest du einen Raum, ohne anzurufen. Überall sonst musst du anrufen.

Drei Adressen, bei denen die Zahl fehlt

Drei Häuser der Tabelle nennen einen eigenen Bereich, aber keine Kapazität. Das ist kein Ausschlussgrund – es ist nur eine Frage mehr.

  • Zur letzten Instanz · Waisenstraße 14–16. Berlins ältestes Restaurant, betrieben von der Sperling OHG, nennt „zwei Gaststuben, im Separee oder im Biergarten". Wie viele Leute in das Separee passen und ob es exklusiv vergeben wird, steht nicht auf der eigenen Seite. Für einen Abend zu zehnt an einem der geschichtsträchtigsten Tische der Stadt ist das trotzdem die erste Anfrage wert.
  • Zollpackhof · Elisabeth-Abegg-Straße 1. Das Haus schreibt „Gruppen von 10 bis max. 2000 Personen. Es stehen verschiedene Räumlichkeiten zur Verfügung." Die Untergrenze von zehn ist die niedrigste veröffentlichte der Stadt – welcher Raum dabei herauskommt, klärt das Veranstaltungsteam.
  • Köpenicker Seeterrassen · Müggelheimer Straße 1A / Kietz 29. „Feierlichkeiten in separater Räumlichkeit mit umfangreichem Buffet- und Menüangebot für Veranstaltungen aller Art" – mehr steht dort nicht. Die Lage an der Dahme ist das Argument; die Raumfrage bleibt offen.

Was sollte bei der Anfrage geklärt sein?

Ein Nebenraum wird selten nach Quadratmetern vergeben, sondern nach Umsatz. Das ist der Punkt, an dem die meisten Anfragen unrund laufen. Frag deshalb der Reihe nach:

  • Gehört der Raum wirklich uns? „Wir haben einen Nebenraum" heißt nicht immer „wir geben ihn exklusiv". Nur das Jolesch schreibt das Wort exklusiv selbst hin. Lass dir bestätigen, dass während der Feier keine anderen Gäste darin sitzen.
  • Mindestumsatz oder Raummiete? Beides ist üblich, meist statt einander. Frag nach der Zahl, nicht nach dem Prinzip – und danach, ob Getränke mitzählen. Keines der zwölf Häuser veröffentlicht diesen Betrag; er wird im Gespräch genannt.
  • Menü, Büfett oder Karte? Ab einer gewissen Gruppengröße geben Küchen keine offene Karte mehr aus. Der Weihenstephaner stellt dafür eine eigene kleine Karte für Gruppen und Buffetvorschläge bereit, das Austria weist ausdrücklich darauf hin, dass in den Nebenraum ein Büfett gut hineinpasst. Klär früh, ob ihr eine Auswahl vorab treffen müsst, und bis wann.
  • Bis wann steht die Personenzahl? Fast überall gilt eine Frist, nach der abgesagte Gäste trotzdem berechnet werden. Frag nach dem Stichtag und nach der Toleranz nach unten.
  • Anzahlung und Rücktritt. Wer wann storniert und was dann fällig wird, gehört in dieselbe Mail wie die Reservierung – schriftlich, nicht am Telefon.
  • Technik. Belegt ist sie nur an einer Stelle: Das alte Kesselhaus im Brauhaus in Spandau nennt Leinwand, Beamer und WLAN zum Raum dazu. Überall sonst gilt: fragen, nicht annehmen. Auch Strom, Steckdosen und Netz sind eine eigene Frage.
  • Eigener Eingang? Nur Crackers in der Friedrichstraße schreibt einen separaten Eingang und ein eigenes Bad zum Raum dazu. Für alles, was diskret sein soll – eine Betriebsversammlung, eine Trauerfeier, eine Überraschung –, ist das der entscheidende Punkt.
  • Dekoration und eigene Speisen. Ob ihr selbst schmücken dürft, ab wann ihr in den Raum könnt und ob eine mitgebrachte Torte erlaubt ist – drei Fragen, drei mögliche Enttäuschungen am Tag der Feier.
  • Musik und Lautstärke. Ein Nebenraum ist kein schallisolierter Saal. Wenn getanzt werden soll, gehört das in die Anfrage, nicht in die Überraschung.

Für eine Trauerfeier zählt etwas anderes: ein Weg zum Raum, der nicht durch den vollen Gastraum führt, eine Garderobe und eine feste Zeit, zu der serviert wird, ohne dass jemand bestellen muss. Der Private Dining Room bei Crackers mit eigenem Eingang und eigenem Bad ist der einzige belegte Raum in dieser Liste, der die erste Bedingung von sich aus erfüllt. Sag bei der Anfrage, worum es geht – Häuser, die das regelmäßig machen, haben dafür einen Ablauf, und sie sagen dir auch ehrlich, wenn ihr Raum dafür der falsche ist.

Welcher Raum zu welchem Anlass passt

  • Kleine Runde, 10 bis 12 Leute, trotzdem für sich: die „Alte Küche" im JUNGBLUTH (12) oder der Zollpackhof, dessen Untergrenze bei zehn liegt.
  • Runder Geburtstag, 15 bis 20 Leute, mit Rede: Bibliothek im Max und Moritz (20), Brunnenzimmer im Weihenstephaner (20), Weinstube im Jolesch (18).
  • Abteilungsrunde oder Vereinsabend, 25 bis 30: der getäfelte Nebenraum im Austria (30), die Krug Stub'n im Alten Krug (30), Schliersee Stüber'l oder Josef im Weihenstephaner (je 25).
  • Feier an einer langen Tafel: der Berliner Salon in der Gerichtslaube – 24 an der Tafel, 36 an Einzeltischen. Das Haus ist das einzige, das den Unterschied beziffert.
  • Etwas, das niemand mitbekommen soll: Crackers, Friedrichstraße 158 – separater Eingang, eigenes Personal, eigenes Bad.
  • Feier mit Programmpunkt: Jolesch mit Weinkeller und Vinothek im Haus, oder das Brauhaus in Spandau mit eigenem Bier und Beamer im Kesselhaus.
  • 60 bis 130 Gäste: kein Nebenraum mehr – Ratsherrenstube (60), Bel Etage (66), Braustüberl (100), Kesselhaus (100), Wilhelm-Busch-Saal (112), Festsaal im Alten Krug (130).

Was hier fehlt

  • Öffnungszeiten und Telefonnummern. Beide standen uns bei fast jedem Haus aus erster Hand zur Verfügung, und beide stehen bewusst nicht im Text. Zeiten veralten, Nummern wechseln, ein Artikel steht Jahre. Jede eigene Seite ist unten unter den Quellen verlinkt – dort ist der aktuelle Stand.
  • Preise, Mindestumsätze, Raummieten. Kein einziges der zwölf Häuser beziffert sie öffentlich. Wir raten hier nicht; deshalb stehen die Fragen im Text und keine Zahlen.
  • Der Jolesch-Tresorraum. Das Haus nennt ihn auf zwei eigenen Seiten mit zwei verschiedenen Zahlen. Wir schreiben deshalb keine hin – wer den Raum braucht, fragt nach.
  • Das Marjellchen in der Mommsenstraße beschreibt auf seiner Seite „zwei isolierte Räume … mit echten Kaminen", veröffentlicht dort aber keine Anschrift. Ohne Adresse aus erster Hand steht es nicht in der Tabelle – das letzte ostpreußische Restaurant Deutschlands wäre sonst eine naheliegende Adresse für eine Familienfeier.
  • Das Brauhaus Südstern an der Hasenheide wird in Verzeichnissen mit Räumen für Feiern geführt. Die eigene Seite meldete beim Abruf „under construction". Keine Primärquelle, kein Eintrag.
  • Barrierefreiheit. Keines der zwölf Häuser macht dazu auf der eigenen Seite eine überprüfbare Angabe. Bei Räumen im Obergeschoss – Berliner Salon, Ratsherrenstube, Bel Etage, Bibliothek – und bei einem Gewölbekeller ist das keine Kleinigkeit. Frag konkret: Stufe an der Tür? Liegt der Raum ebenerdig? Aufzug? Und wo ist das WC? Eine Zusage am Telefon ist mehr wert als ein Symbol auf einer Website.
  • Wir waren nicht dort. Dieser Artikel prüft Quellen, keine Räume. Wie ein Nebenraum an einem Samstagabend im November klingt, weiß nur, wer drin saß.

Drumherum


Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten, kurz und ohne Umwege.

Welches Restaurant in Berlin hat einen Nebenraum für etwa 20 Personen?

Dafür gibt es sechs belegte Adressen. Die Bibliothek im Wirtshaus Max und Moritz, Oranienstraße 162, fasst maximal 20 Plätze. Das Brunnenzimmer im Weihenstephaner, Neue Promenade 5, ebenfalls bis 20, der Wintergarten im Alten Krug, Königin-Luise-Straße 52, auch. Das Jolesch, Muskauer Straße 1, stellt seine Weinstube exklusiv für bis zu 18 Personen zur Verfügung, Crackers in der Friedrichstraße 158 nennt 12 bis 22.

Ab wie vielen Personen vergibt ein Restaurant in Berlin einen eigenen Raum?

Das hängt vom Haus ab und ist selten öffentlich festgelegt. Die niedrigste veröffentlichte Untergrenze nennt der Zollpackhof, Elisabeth-Abegg-Straße 1: „Gruppen von 10 bis max. 2000 Personen". Sonst beginnt die Skala der belegten Räume bei zwölf – dem Nebenraum „Alte Küche" im JUNGBLUTH, Lepsiusstraße 63. Für acht bis zehn Gäste ist ein reservierter Tisch in einem ruhigen Haus meist die bessere Lösung.

Was kostet es, in Berlin einen Nebenraum im Restaurant zu mieten?

Keines der zwölf geprüften Häuser veröffentlicht dazu eine Zahl. Üblich sind zwei Modelle, meist alternativ: eine Raummiete oder ein Mindestumsatz, den die Gruppe an Speisen und Getränken erreichen muss. Frag bei der Anfrage nach dem Betrag und danach, ob Getränke mitgezählt werden – und lass dir Anzahlung und Stornobedingungen schriftlich geben.

Wo kann man in Berlin eine Firmenfeier für 100 Personen machen?

Dafür reicht ein Nebenraum nicht mehr. Belegt sind vier Räume dieser Größe: das Braustüberl im Weihenstephaner, Neue Promenade 5, für bis zu 100 Personen in einem Raum; das alte Kesselhaus im Brauhaus in Spandau, Neuendorfer Straße 1, mit 120 Quadratmetern für bis zu 100 Personen samt Leinwand, Beamer und WLAN; der Wilhelm-Busch-Saal im Max und Moritz, Oranienstraße 162, mit maximal 112 Sitzplätzen; und der Festsaal im Alten Krug, Königin-Luise-Straße 52, für bis zu 130 Personen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Separee und einem Nebenraum?

Ein Separee ist eigentlich eine abgesetzte Ecke im Gastraum – man sitzt für sich, hört aber das ganze Haus. Ein Nebenraum ist ein eigener Raum mit eigener Tür, der für die Dauer der Feier nur der Gruppe gehört; dort geht eine Rede und Musik in Zimmerlautstärke. Die Häuser halten sich nicht daran: Das Jolesch nennt seine Weinstube ein Separée und stellt sie trotzdem exklusiv für bis zu 18 Personen zur Verfügung. Frag deshalb nicht nach dem Wort, sondern danach, ob der Raum geschlossen ist und sonst niemand darin sitzt.

In welchen Berliner Bezirken findet man am ehesten ein Restaurant mit Nebenraum?

Von den zwölf geprüften Häusern liegen fünf in Mitte und drei in Kreuzberg, dazu zwei in Steglitz-Zehlendorf und je eines in Spandau und Köpenick. Aus Pankow, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf und Neukölln blieb kein Betrieb übrig, der einen abtrennbaren Raum auf seiner eigenen Seite ausweist. Das heißt nicht, dass es dort keinen gibt – es heißt, dass die Häuser es nicht online schreiben. Dort hilft nur die direkte Nachfrage.

Gibt es in Berlin einen Nebenraum mit eigenem Eingang?

Belegt ist genau einer: Crackers, Friedrichstraße 158 in Mitte, nennt für seinen Private Dining Room einen separaten Eingang, eigenes Personal, ein eigenes Bad und freie Musikwahl, bei einer Kapazität von 12 bis 22 Personen. Bei allen anderen Häusern führt der Weg zum Raum durch den Gastraum – was für eine Geburtstagsfeier egal ist, für eine Trauerfeier oder eine vertrauliche Runde aber nicht.

Sind die Berliner Restaurants mit Nebenraum barrierefrei?

Das lässt sich nicht belegen. Keines der zwölf Häuser macht auf seiner eigenen Seite eine überprüfbare Angabe zu stufenlosem Zugang oder einem barrierefreien WC. Mehrere der Räume liegen ausdrücklich im Obergeschoss – der Berliner Salon und die Ratsherrenstube in der Gerichtslaube, die Bel Etage im Max und Moritz – und der Gewölbekeller im Weihenstephaner liegt unten. Klär vor der Zusage Stufen an der Tür, Lage des Raums, Aufzug und WC.


Quellen

Alle überprüfbaren Angaben stammen aus diesen Quellen. Abrufdatum jeweils angegeben.

  1. Bel Etage – Wirtshaus Max und Moritz, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  2. Berliner Salon – Restaurant Zur Gerichtslaube, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  3. Bibliothek – Wirtshaus Max und Moritz, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  4. Brauhaus Südstern – Brauhaus Südstern, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  5. Das Wirtshaus – Alt-Berliner Wirtshaus, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  6. Feiern – Räumlichkeiten für Ihre Veranstaltung – Alter Krug Berlin – Dahlem , abgerufen am 16.09.2026
  7. Impressum – BIS – Brauhaus in Spandau GmbH, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  8. Impressum – Alpine Gastronomie NLS GmbH, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  9. Jäger & Lustig – Restaurant mit Heimatküche – Jäger & Lustig, Berlin-Friedrichshain , abgerufen am 16.09.2026
  10. Jolesch – Restaurant und Vinothek – Jolesch, Berlin-Kreuzberg , abgerufen am 16.09.2026
  11. JUNGBLUTH Restaurant Berlin-Steglitz – JUNGBLUTH, Berlin-Steglitz , abgerufen am 16.09.2026
  12. Kontakt – Zollpackhof, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  13. Kontakt – Wirtshaus Max und Moritz, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  14. Kontakt – Restaurant Zur Gerichtslaube, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  15. Kontakt und Anfahrt – Alter Krug Berlin – Dahlem , abgerufen am 16.09.2026
  16. Köpenicker Seeterrassen – Restaurant an der Dahme – Köpenicker Seeterrassen, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  17. Marjellchen Berlin – Restaurant Marjellchen, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  18. Private Dining – Jolesch, Berlin-Kreuzberg , abgerufen am 16.09.2026
  19. Private Dining – Crackers, Berlin-Mitte , abgerufen am 16.09.2026
  20. Ratsherrenstube – Restaurant Zur Gerichtslaube, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  21. Restaurant Austria Berlin – Restaurant Austria, Berlin-Kreuzberg , abgerufen am 16.09.2026
  22. Restaurant mieten Berlin – Event Inc , abgerufen am 16.09.2026
  23. Restaurant mieten für eine Feier in Berlin – Venuu , abgerufen am 16.09.2026
  24. Restaurant und altes Kesselhaus – BIS – Brauhaus in Spandau GmbH, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  25. Veranstaltungen – Zollpackhof, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  26. Weihenstephaner Berlin – Räume und Kapazitäten – Alpine Gastronomie NLS GmbH, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  27. Wilhelm-Busch-Saal – Wirtshaus Max und Moritz, Berlin , abgerufen am 16.09.2026
  28. Zur letzten Instanz – ältestes Restaurant Berlins – Zur letzten Instanz – Sperling OHG, Berlin , abgerufen am 16.09.2026

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