Es gibt einen Unterschied zwischen einem Essen, das fertig aus einer Tür kommt, und einem, dessen Entstehung man von Anfang bis Ende mitbekommt. Auf St. Pauli findest du beides, und die Suchergebnisse unterscheiden das nicht: Mal steht der Kochbereich mitten im Gastraum, mal ist es ein Sushitresen, mal ein Grill, an dem für dich gebraten wird – und mal behauptet es nur ein Portal. Wir sind die Adressen durchgegangen und haben getrennt, was der Betrieb selbst über sich sagt und was bloß irgendwo im Netz steht.
Was heißt offene Küche – und was heißt es nicht?
Der Begriff wird großzügig verwendet. Gemeint ist mal ein Kochbereich, der ohne Wand im Gastraum steht, mal eine Theke, an der für dich gebraten wird, mal ein Ofen hinter dem Tresen, mal nur eine Durchreiche. Für diesen Artikel haben wir drei Stufen getrennt:
- Offene Küche im Raum. Der Kochbereich ist Teil des Gastraums, du siehst den Ablauf, nicht nur ein Gerät. Auf St. Pauli ist das die Ausnahme – aber es gibt sie, und in einem Fall ist sie das ganze Konzept.
- Küchentresen oder Showküche. Die Plätze sind auf die Küche hin ausgerichtet, meist als Theke davor. Du sitzt in der ersten Reihe, hörst mit und wirst gelegentlich angesprochen. Sushitresen und Teppanyaki-Grill gehören hierher.
- Nur behauptet. Steht in einem Portal, nicht beim Betrieb. Solche Angaben stehen hier nur mit dem Hinweis, woher sie kommen.
Und eine Einschränkung vorweg, damit niemand umsonst fährt: Wir waren nicht dort. Dieser Artikel prüft Quellen, keine Sitzplätze. Eine Küche kann umgebaut, ein Tresen abgehängt worden sein. Was hier steht, ist am 15. September 2026 auf den jeweils verlinkten Seiten nachgelesen worden – jede Anschrift bei ihrem eigenen Betrieb, kein Branchenbuch, kein Portal.
Wie groß das Feld ist, in dem hier gesucht wurde: Das Branchenbuch von hamburg.de führt für St. Pauli 426 Einträge unter Essen und Trinken, davon 115 als Restaurant. Einen Filter für „offene Küche" gibt es dort nicht – und in keinem anderen Verzeichnis, das wir gefunden haben. Die Liste unten ist also von Hand entstanden, aus redaktionellen Kiezlisten als Spur und Betreiberseiten als Beleg.
Die acht Adressen auf einen Blick
| Wo | Was zu sehen ist | Was den Laden ausmacht |
|---|---|---|
| hæbel Paul-Roosen-Straße 31 |
offene Küche im Raum – „die offenste Küche der Stadt" (Hamburg Tourismus) | 16 Plätze, Michelin-Stern und Grüner Stern, Menü am Abend |
| XO Seafoodbar Paul-Roosen-Straße 22 |
offene Küche im hinteren Teil, blau gefliest (redaktionell belegt) | Fisch nach dem Ganzfisch-Prinzip, zwei Etagen, Terrasse |
| HUi cookshop Paul-Roosen-Straße 12 |
offene Küche, von zwei Redaktionen beschrieben (redaktionell belegt) | chinesisch, kleiner Laden, große Fensterfront |
| east Restaurant Simon-von-Utrecht-Straße 31 |
Sushitresen mit Live Cooking (auf der eigenen Seite beschrieben) | über 200 Plätze in einer ehemaligen Eisengießerei, Robata-Grill |
| waterkant Bernhard-Nocht-Straße 97 |
offene Showküche als „Bühne und Werkstatt" (auf der eigenen Seite beschrieben) | Fischtheke im Raum, Hotelbau von David Chipperfield |
| COPPER HOUSE Davidstraße 37 |
Live Cooking am Teppanyaki-Grill (auf der eigenen Seite beschrieben) | asiatisch, seit 2007, Zutaten selbst zusammenstellen |
| Nil N°6 Neuer Pferdemarkt 5 |
offene Küche als mobile Kochzeile (auf der eigenen Seite beschrieben) – aber kein Restaurantbetrieb | Veranstaltungsraum und Kochkurse für bis zu 40 Personen |
| Kokomo Noodle Club Clemens-Schultz-Straße 41 |
Ramen-Betrieb, offene Küche nicht belegt | Ramen, Izakaya und Drinks, vorn schnell, hinten ruhiger |
(auf der eigenen Seite beschrieben) heißt: beim Betrieb selbst nachgelesen. (redaktionell belegt) heißt: eine Redaktion hat es beschrieben, der Betrieb sagt dazu nichts. Die Anschrift stammt in jedem einzelnen Fall vom Betrieb.
Welche Häuser auf St. Pauli kochen vor den Gästen?
Auffällig ist, wie dicht das liegt: Drei der acht Adressen stehen in derselben Straße, der Paul-Roosen-Straße, auf den Hausnummern 12, 22 und 31. Das ist ein Fußweg von zwei Minuten und vermutlich die höchste Dichte einsehbarer Küchen in ganz Hamburg.
hæbel · Paul-Roosen-Straße 31
Wenn ein Haus auf St. Pauli für diesen Suchbegriff steht, dann dieses. Hamburg Tourismus beschreibt es als kleines Fine-Dining-Restaurant mit 16 Sitzplätzen und „der offensten Küche der Stadt", ausgezeichnet mit einem Michelin-Stern und dem Grünen Stern für Nachhaltigkeit. Eine redaktionelle Kiezliste nennt 14 Plätze und beschreibt, dass die Gäste in der offenen Küche zusehen, wie ihr Menü am Herd entsteht – zwei Quellen, zwei Zahlen, und deshalb steht hier beides.
Was das praktisch bedeutet: Bei dieser Größe ist die Küche kein Nebenraum, sondern der Raum. Du sitzt nicht neben einer offenen Küche, du sitzt darin. Wer lieber unbeobachtet isst und sich nicht auf ein Menü einlassen will, ist hier falsch. Der eigene Webauftritt des Hauses war beim Abruf in Teilen im Umbau; die Anschrift steht auf der Kontaktseite.
XO Seafoodbar · Paul-Roosen-Straße 22
Neun Hausnummern weiter, ebenfalls aus dem Umfeld von Fabio Haebel, und ein völlig anderer Abend. Der Betrieb beschreibt sich selbst als nachhaltiges Fischrestaurant auf zwei Etagen mit Terrasse, à la carte oder als kuratiertes Menü namens Chef's Choice; gearbeitet wird nach dem Ganzfisch-Prinzip – „gills-to-tail, so to speak". Die offene Küche selbst steht nicht auf der eigenen Seite, sondern in einer redaktionellen Besprechung: „an open kitchen in the back – tiled in blue, of course".
Das ist die mildere Form: eine Küche, die im Raum sichtbar ist, aber nicht der Mittelpunkt. Man kann hier einen ganz normalen Abend haben, ohne dem Personal auf die Finger zu sehen.
HUi cookshop · Paul-Roosen-Straße 12
Ein kleiner chinesischer Laden mit großer Fensterfront, urbanem Mobiliar und – so beschreiben es gleich zwei Hamburger Redaktionen – einer offenen Küche im hinteren Teil des Raums: „Der Blick in die offene Küche macht direkt neugierig." Auf der eigenen Seite steht dazu nichts, sie führt vor allem die Karte: marinierte Nudeln, Reis-Bowls, Nudelsuppen, Dumplings, viel davon scharf oder vegan.
Das ist die unprätentiöseste Adresse der Liste, und für viele die praktischste: kein Menüzwang, kein Anlass nötig.
east Restaurant · Simon-von-Utrecht-Straße 31
Hier sagt der Betrieb es selbst, und zwar sehr deutlich: „Am Sushitresen sitzen Sie in der ersten Reihe und schauen den flinken Sushimeistern beim Zubereiten Ihrer Rollen zu." Das east sitzt im Gebäude einer ehemaligen Eisengießerei, hat nach eigener Angabe über 200 Sitzplätze, hohe Decken, bodentiefe Fenster und Gewölbe, in denen man auch sitzen kann – gestaltet vom Chicagoer Designer Jordan Mozer, mit wechselnden Kunstausstellungen. Gekocht wird japanisch-europäisch, dazu kommt ein Robata-Grill.
Wichtig für die Platzwahl: In diesem Haus entscheidet sie alles. Im Saal oder im Gewölbe siehst du von der Küche nichts, am Sushitresen sitzt du direkt davor. Wer wegen der offenen Küche kommt, muss den Tresen ausdrücklich verlangen.
waterkant im Empire Riverside Hotel · Bernhard-Nocht-Straße 97
Die klarste Showküche der Liste, und der Betrieb formuliert sie als Programm: „Unsere offene Showküche ist Bühne und Werkstatt zugleich. Erleben Sie Live-Cooking in Hamburg hautnah: Hier wird mit Hingabe geschnibbelt, gebrutzelt und angerichtet." Dazu eine Fischtheke mitten im Raum und ein Bar- und Loungebereich; das Haus gehört zum Empire Riverside Hotel, dessen Bau auf den britischen Architekten David Chipperfield zurückgeht. Gekocht wird nordisch gedacht, mit Betonung auf Handwerk statt Verzierung.
Das ist die Variante für Leute, die eine offene Küche wollen, aber keine Enge: Hotelmaß, also mehr Platz zwischen Tisch und Herd als in einem Laden mit 16 Stühlen.
COPPER HOUSE · Davidstraße 37
Der einzige Ort dieser Liste, an dem du nicht nur zusiehst, sondern mitbestimmst. Das Haus steht seit 2007 zwischen Hafen und Reeperbahn, am Standort der ehemaligen Bavaria-Brauerei, und nennt sein Kernstück selbst so: „Unser Steckenpferd im COPPER HOUSE ist das asiatische Live Cooking am Teppanyaki Grill, inspiriert von den asiatischen Street Food Küchen." Du stellst dir deine Zutaten zusammen und lässt sie vor deinen Augen zubereiten; daneben gibt es eine Auswahl asiatischer Gerichte als Buffet.
Das ist laut, warm und unterhaltsam – und es ist die Adresse, bei der die Küche kein Schauspiel im Hintergrund ist, sondern der eigentliche Vorgang.
Nil N°6 · Neuer Pferdemarkt 5
Diese Adresse steht hier mit einer ausdrücklichen Einschränkung, weil sie sonst missverstanden wird. Das Nil N°6 liegt direkt neben dem Restaurant Nil und ist kein Restaurant, in das man abends hineingeht, sondern ein Veranstaltungsraum für bis zu 40 Personen, in dem auch Kochkurse stattfinden. Die Küche beschreibt der Betrieb selbst: „Die offene Küche, eine mobile Gaggenau Kochzeile, ist schon für sich ein Blickfang; hier kann man den Nil Kochprofis bei der Arbeit am Herd zusehen."
Also: für eine Feier, eine Firmenrunde oder einen Kochkurs die interessanteste offene Küche im Viertel – für einen spontanen Dienstagabend zu zweit nicht die richtige Tür.
Kokomo Noodle Club · Clemens-Schultz-Straße 41
Der Betrieb schreibt: „Im Herzen von St. Pauli zaubern wir für euch feinste Ramen, Izakaya und Drinks." Dazu ein großzügiger Außenbereich mit Backyard. Über eine offene Küche steht dort nichts, und wir raten hier nicht – eine Redaktion beschreibt lediglich, dass man vorn schnell nach japanischer Art essen kann und hinten entspannter sitzt.
Zwei Dinge noch zur Anschrift: Portale nennen teils die Clemens-Schultz-Straße 40, der Betrieb selbst die 41. Wir folgen dem Betrieb. Wer wegen der Küche kommt, kommt hier auf Verdacht; wer wegen Ramen kommt, nicht.
Tresenplatz oder Tisch: Was sieht man von wo?
Das ist die Frage, die in keinem Suchergebnis beantwortet wird, und sie entscheidet den Abend. Nach der Bauart der Häuser oben lassen sich drei Fälle unterscheiden:
- Der Raum ist die Küche. Im hæbel mit 16 Plätzen gibt es keinen schlechten Platz und keinen Rückzug. Die Sicht ist überall.
- Der Tresen entscheidet. Im east ist die Küche für die meisten der über 200 Plätze unsichtbar – nur am Sushitresen sitzt du in der ersten Reihe. Dasselbe Prinzip gilt beim Teppanyaki im COPPER HOUSE: Die Theke ist der Platz, der Tisch dahinter nicht.
- Die Küche steht im Raum, du sitzt davor. Im waterkant und in der XO Seafoodbar ist der Kochbereich sichtbar, aber nicht als Theke gebaut. Du siehst den Ablauf, hast aber Abstand – und im XO liegt die Küche im hinteren Teil, was Plätze weiter vorn oder auf der Terrasse zu Plätzen ohne Sicht macht.
Praktisch heißt das: Bei allen Häusern mit über hundert Plätzen ist „offene Küche" keine Eigenschaft des Restaurants, sondern eine Eigenschaft von einer Handvoll Stühlen darin.
Wie laut, wie warm, wie nah ist es wirklich?
Hier wird es wichtig, ehrlich zu sein: Wir waren nicht dort, also gibt es keine Messwerte. Was sich aus dem sagen lässt, was die Betriebe selbst über ihre Räume schreiben:
Ein Grill, an dem für dich gebraten wird, ist ein Grill – das COPPER HOUSE arbeitet nach eigener Darstellung mit Teppanyaki, also Hitze auf offener Platte, in Anlehnung an asiatische Street-Food-Küchen. Wer empfindlich auf Bratgeruch in der Kleidung reagiert, sollte das wissen. Das east beschreibt selbst hohe Decken und eine bodentiefe Fensterfront: viel Volumen, viel Hall, über 200 Gäste. Das waterkant nennt seine Küche eine Bühne und lädt ausdrücklich dazu ein, nah dabei zu sein und mit dem Küchenteam ins Gespräch zu kommen – was schön ist, wenn man das möchte, und anstrengend, wenn nicht.
Und der Gegenfall: Ein Raum mit 16 Plätzen ist nicht automatisch leise, aber die Geräusche sind andere – Handgriffe, Anrichten, Stimmen aus zwei Metern Entfernung. Was fehlt, ist die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Das ist bei diesem Format der Preis, nicht der Fehler.
Worauf man beim Reservieren achten sollte
- Den Platz nennen, nicht nur die Personenzahl. Bei east und COPPER HOUSE ist der Unterschied zwischen Tresen und Tisch der ganze Unterschied. Wer den Tresen will, muss ihn erfragen – Reservierungsformulare bieten diese Wahl selten an.
- Bei kleinen Häusern früh dran sein. 16 Plätze sind 16 Plätze. Für ein Haus dieser Größe ist ein Abend in zwei Wochen keine kurzfristige Anfrage.
- Nicht das Nil mit dem Nil N°6 verwechseln. Die offene Kochzeile steht im N°6, und das ist ein Veranstaltungsraum. Wer dort einen Tisch für zwei sucht, sucht am falschen Ort.
- Öffnungszeiten beim Betrieb nachsehen, nicht bei uns. In diesem Artikel steht bewusst keine einzige – sie ändern sich ständig, und eine alte Angabe ist schlechter als keine. Jede Seite ist unten unter den Quellen verlinkt.
- Das Viertel mitdenken. Davidstraße, Bernhard-Nocht-Straße und Simon-von-Utrecht-Straße liegen im Kiez selbst; die Paul-Roosen-Straße und der Neue Pferdemarkt liegen ruhiger, westlich beziehungsweise nördlich davon. An Wochenendabenden ist das ein spürbarer Unterschied auf dem Hin- und Rückweg.
Was hier fehlt
Vier Lücken, die wir nicht durch Vermutungen geschlossen haben:
KRUG, Paul-Roosen-Straße 35. Das ist die schmerzhafteste. Mehrere Hamburger Redaktionen beschreiben das Haus ausdrücklich als Restaurant mit offener Küche, in derselben Straße wie hæbel, XO und HUi. Die eigene Seite des Betriebs antwortete beim Abruf am 15. September 2026 zweimal mit 403 Forbidden. Wir umgehen solche Sperren nicht, und ohne Quelle des Betriebs selbst geben wir keine Anschrift als belegt aus. Deshalb steht der KRUG nicht in der Tabelle, sondern hier.
clouds – Heaven's Bar & Kitchen, Reeperbahn 1. Das Haus im 23. Stock der Tanzenden Türme taucht bei fast jeder Suche nach einem besonderen Restaurant auf St. Pauli auf. Es beschreibt sich selbst über Aussicht, gedämpftes Licht, dunkle Töne und französisch geprägte Küche – von einer offenen Küche steht dort nichts. Wer wegen des Blicks kommt, kommt richtig; wegen der Küchensicht nicht.
Reep im Schmidt, Spielbudenplatz 24–25. Kocht nach eigener Darstellung kreativ, saisonal und regional, mit norddeutschen Spezialitäten. Zur Küchensicht sagt die eigene Seite nichts.
Der Guide Michelin. Bei allen drei Abrufen – hæbel, XO Seafoodbar und The Table – kam ein 403. Auch hier haben wir nichts umgangen. Die Auszeichnungen des hæbel sind deshalb über Hamburg Tourismus belegt und nicht über den Guide selbst.
Wohin, wenn St. Pauli ausgebucht ist – offene Küchen in den Nachbarvierteln
Drei Möglichkeiten, der Reihe nach von nah nach fern:
Die Schanze, direkt nebenan. In der Bullerei, Lagerstraße 34b, gegenüber der S- und U-Bahn Sternschanze, steht das Restaurant seit 2009 in den historischen Rinderhallen des alten Schlachthofs. Der Betrieb selbst beschreibt seine Küche als Küche mit Haltung, Grill und starken Produkten und trennt Deli und Restaurant; die einsehbare Küche wird redaktionell beschrieben, nicht vom Haus selbst. Der Weg dorthin ist kurz genug, um ihn zu Fuß zu gehen – wir nennen keine Kilometerzahl, weil wir keine belegte haben.
Weiter draußen in Hamburg haben wir denselben Suchbegriff schon zweimal mit derselben Methode geprüft: in Bramfeld, rund 10 Kilometer entfernt, und in Billwerder, rund 11 Kilometer entfernt. Beides sind echte Wege durch die Stadt, keine Alternative um die Ecke – aber wenn das Haus auf St. Pauli voll ist und der Abend trotzdem stattfinden soll, sind das die nächsten geprüften Listen. Die Links stehen unten.
Und außerhalb Hamburgs gibt es die Frage in Friedrichshain – 258 Kilometer weit weg und damit keine Ausweichadresse, sondern etwas für die nächste Berlin-Reise.
Drumherum
Gleiche Methode, andere Gegend – jede Anschrift auf der Seite ihres Betriebs nachgelesen:
- Restaurant mit offener Küche Hamburg Bramfeld – dieselbe Frage im Nordosten der Stadt, rund 10 Kilometer von St. Pauli entfernt.
- Restaurant mit offener Küche Hamburg Billwerder – und im Osten, rund 11 Kilometer entfernt.
- Chinesisches Restaurant mit Aquarium Hamburg Harburg – südlich der Elbe, und ein verwandter Fall: Auch dort geht es darum, was im Gastraum wirklich zu sehen ist.
- Restaurant mit offener Küche Berlin Friedrichshain – 258 Kilometer entfernt, mit derselben Dreiteilung zwischen offener Küche, sichtbarem Ofen und bloßer Behauptung.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Antworten, kurz und ohne Umwege.
Welches Restaurant in Hamburg St. Pauli hat wirklich eine offene Küche?
Sechs Adressen sind belegt. Das hæbel in der Paul-Roosen-Straße 31 wird von Hamburg Tourismus mit 16 Plätzen und der offensten Küche der Stadt beschrieben. Das east Restaurant in der Simon-von-Utrecht-Straße 31 und das waterkant in der Bernhard-Nocht-Straße 97 nennen Sushitresen beziehungsweise offene Showküche auf ihren eigenen Seiten, das COPPER HOUSE in der Davidstraße 37 seinen Teppanyaki-Grill. Bei der XO Seafoodbar (Paul-Roosen-Straße 22) und dem HUi cookshop (Paul-Roosen-Straße 12) ist die offene Küche redaktionell beschrieben, vom Betrieb selbst nicht.
Wo sitzt man auf St. Pauli am besten, um den Köchen zuzusehen?
Das hängt von der Bauart ab. Im hæbel gibt es bei 16 Plätzen keinen Platz ohne Sicht – dort ist der Raum die Küche. Im east ist es umgekehrt: Von den über 200 Plätzen sieht nur der Sushitresen die Zubereitung, im Saal und im Gewölbe sieht man nichts. Im COPPER HOUSE gilt dasselbe für die Teppanyaki-Theke. Wer wegen der Küche kommt, sollte den Platz bei der Reservierung ausdrücklich nennen.
Was ist der Unterschied zwischen offener Küche, Showküche und Chef’s Table?
Bei einer offenen Küche ist der Kochbereich Teil des Gastraums; du siehst den Ablauf, sitzt aber nicht zwingend nah dran – so ist es in der XO Seafoodbar, wo die Küche im hinteren Teil liegt. Bei einer Showküche oder einem Küchentresen sind die Plätze auf die Küche hin ausgerichtet, meist als Theke davor; der Sushitresen im east und der Teppanyaki-Grill im COPPER HOUSE sind genau das. Ein Chef’s Table meint darüber hinaus, dass am Tisch oder Tresen das Menü der Küche serviert wird, ohne eigene Wahl – die XO Seafoodbar nennt ihre kuratierte Variante Chef’s Choice.
Warum steht der KRUG nicht in dieser Liste?
Weil die eigene Seite des Betriebs beim Abruf am 15. September 2026 zweimal mit 403 Forbidden geantwortet hat. Mehrere Hamburger Redaktionen beschreiben das Haus in der Paul-Roosen-Straße 35 ausdrücklich als Restaurant mit offener Küche, aber wir umgehen keine Sperren und geben ohne Quelle des Betriebs selbst keine Anschrift als belegt aus. Im Abschnitt „Was hier fehlt" steht das ausführlich.
Kann man auf St. Pauli selbst mitkochen oder einen Kochkurs machen?
Ja, an zwei Stellen, und sie sind sehr verschieden. Im COPPER HOUSE in der Davidstraße 37 stellst du dir am Teppanyaki-Grill deine Zutaten selbst zusammen und lässt sie vor deinen Augen zubereiten. Das Nil N°6 am Neuen Pferdemarkt 5 ist dagegen kein Restaurantbetrieb, sondern ein Veranstaltungsraum für bis zu 40 Personen mit einer mobilen Kochzeile als offener Küche – dort finden Kochkurse und Feiern statt.
Wo liegen die Restaurants mit offener Küche auf St. Pauli?
Drei der acht Adressen liegen in derselben Straße: Paul-Roosen-Straße 12, 22 und 31, westlich des Kiezes und zu Fuß zwei Minuten voneinander entfernt. Im Kiez selbst liegen die Simon-von-Utrecht-Straße 31, die Bernhard-Nocht-Straße 97 nahe der Elbe und die Davidstraße 37. Weiter nördlich folgen der Neue Pferdemarkt 5 und die Clemens-Schultz-Straße 41.
Warum stehen in diesem Artikel keine Öffnungszeiten und Telefonnummern?
Weil sie sich ständig ändern, oft ohne Ankündigung, und dieser Artikel jahrelang stehen bleibt. Eine Zeit, die beim Schreiben stimmte, wäre später eine falsche Auskunft. Der aktuelle Stand steht auf der Seite des jeweiligen Betriebs – jede davon ist unter den Quellen verlinkt.
Quellen
Alle überprüfbaren Angaben stammen aus diesen Quellen. Abrufdatum jeweils angegeben.
- 11 tolle Restaurants auf St. Pauli – Kiezliste mit offenen Küchen – Mit Vergnügen Hamburg , abgerufen am 15.09.2026
- Bullerei – Anschrift Lagerstraße 34b, Deli und Restaurant in der Schanze – Bullerei , abgerufen am 15.09.2026
- clouds – Heaven’s Bar & Kitchen, Reeperbahn 1, im 23. Stock der Tanzenden Türme – clouds – Heaven’s Bar & Kitchen , abgerufen am 15.09.2026
- COPPER HOUSE – Kontakt, Anschrift Davidstraße 37 – COPPER HOUSE , abgerufen am 15.09.2026
- COPPER HOUSE – Über uns, Live Cooking am Teppanyaki Grill – COPPER HOUSE , abgerufen am 15.09.2026
- Das Hui in der Paul-Roosen-Straße – Blick in die offene Küche – Mit Vergnügen Hamburg , abgerufen am 15.09.2026
- east Restaurant – Sushitresen mit Live Cooking, Simon-von-Utrecht-Straße 31 – east Hotel und Restaurant Hamburg , abgerufen am 15.09.2026
- Essen & Trinken Hamburg St. Pauli – 426 Einträge, davon 115 Restaurants – Freie und Hansestadt Hamburg, hamburg.de , abgerufen am 15.09.2026
- hæbel – Kontakt, Anschrift Paul-Roosen-Straße 31 – Restaurant hæbel , abgerufen am 15.09.2026
- hæbel – Startseite, Fine Dining in Hamburg – Restaurant hæbel , abgerufen am 15.09.2026
- HUi cookshop – Anschrift Paul-Roosen-Straße 12 und Karte – HUi cookshop , abgerufen am 15.09.2026
- HUi cookshop – große Fensterfront, urbanes Mobiliar, offene Küche – Geheimtipp Hamburg , abgerufen am 15.09.2026
- Kokomo Noodle Club – Anschrift Clemens-Schultz-Straße 41, Ramen und Izakaya – Kokomo Noodle Club , abgerufen am 15.09.2026
- Nil N°6 – offene Küche als mobile Kochzeile, Neuer Pferdemarkt 5 – Restaurant Nil , abgerufen am 15.09.2026
- Reep im Schmidt – Anschrift Spielbudenplatz 24–25 und Küchenverständnis – Reep im Schmidt , abgerufen am 15.09.2026
- Sterne-Küche in Hamburg – hæbel, 16 Sitzplätze, offenste Küche der Stadt – Hamburg Tourismus GmbH , abgerufen am 15.09.2026
- waterkant – offene Showküche, Bernhard-Nocht-Straße 97 – Empire Riverside Hotel , abgerufen am 15.09.2026
- XO Seafood Bar – offene Küche im hinteren Teil, blau gefliest – Creme Guides , abgerufen am 15.09.2026
- XO Seafoodbar – Anschrift Paul-Roosen-Straße 22, Konzept und Chef’s Choice – XO Seafoodbar , abgerufen am 15.09.2026

